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Holzvergasung

Heizen mit der Biomasse Holz

  • Die Abbrandzeitverteilung ist unabhängig von der Körpergeometrie (Hackgut oder Scheitholz)
  • In der 1. Stufe, die ca. 33% der Gesamtabbrandzeit einnimmt, werden ca. 85% der Holzmasse als flüchtige Bestandteile freigesetzt.
  • In der nachfolgenden Abbrandstufe, die ca 66 % der Gesamtabbrandzeit beträgt, reagiert der restliche Feststoffanteil von ca. 15 % der Anfangsmasse
Schlussfolgerung
Bei ca. 150 °C beginnt das Holz sich in der Hitze zu zersetzen und entgasen. Erst die freigesetzten Gase sind unter Zufuhr von Verbrennungsluft (Sauerstoff) brennbar - Holz an sich brennt nicht. Das Zusammenwirken von Holzgasen und Sauerstoff nennt man Vergasung.


Energetische Nutzung der Biomasse "Holz"
Durch die Photosynthese ist der Wald in der Lage, mit Hilfe von Blattgrün und Licht aus dem CO2 der Luft Sauerstoff (O2) zu produzieren.
Kohlendioxid (6 CO2) + Sonnenenergie =
Sauerstoff (6 CO2) + Biomasse (C6 H12 O6)
Das dabei verbrauchte Kohlendioxid speichert der Baum als Kohlenstoff im Holz
In einem Kubikmeter Holz finden sich 250 kg Kohlenstoff, wofür der Wald der Luft 912 kg CO2 entzieht.
Bei der Verbrennung wird nur so viel CO2 frei, wie der Baum zum Wachsen der Atmosphäre entzogen hat.
Bilanz für 1 kg Holz
Input   Output
1,44 kg CO2   1 kg Holz
0,56 kg H2O   1 kg O2
18,5 MJ Sonnenenergie   18,5 MJ Heizwert


Energieholz in Baden-Württemberg - Verfügbarkeit

  1. Ein Hektar produziert jährlich zwischen 8.000 und 40.000 kWh nutzbare Heizenergien. Jahresheizenenergiebedarf eines Wohnhausen mit 150 m² ca. 12.000 kWh
  2. In Baden-Württemberg werden derzeit etwa 2,5 - 3 Mio. m³ Holz aus dem Wald und der Säge- und Holzindustrie energetisch verwertet, vor allem als Stückholz. Als zusätzliche Energeiholzmenge stehen jährlich 3 Mio. m³ Holz nachhaltig zur Verfügung.
  3. Sägemehl und Holzspäneanfall der nicht in den Stoffkreislauf geht, beträgt (nach Grobschätzung) ca. 350.000 - 400.000 Tonnen pro Jahr.
  4. Das Energieholzpotential von 3 Mio, m³, dabei sind die oben aufgeführten Reststoffmengen Sägemehl, Hobelspäne in der Brennstoffnorm: Pellet, Brikett nicht berücksichtigt, entspricht einem jährlichen Erdölaquivalent von 700 Mio. l, was wiederum einem CO2-Äquivalent von ca. 1,87 Mrd. t entspricht. Bei einem Durchschnittserlös von 10 EUR je Schüttkubikmeter Hackschnitzel würden allein jährlich 70 Mio. EUR in Baden-Württemberg verbleiben, die Pellet-Produktion ist dabei noch nicht berücksichtigt.
 
     
  zusätzliche Infos
  "Energie vom Acker"
  Zusammenhänge der Holzverbrennung
  Abbrandverhalten eines Rundholzstückes
 
  Referenz
  Maas - Holzvergaserkessel
 
 
 
 
 
V-Energie GmbH, Obermosbach 1, 91599 Dentlein a. F., Tel. 0 98 55 - 97 55 81, eMail